Gewindeschneidfutter

02. August 2010

Die Gewindeschneidfutter zeichnen sich aus durch ein Doppelspannsystem. Der Schaft wird durch Drehen des unteren Feststellrings fixiert und zentriert. Im hinteren Bereich wird der Vierkant des Gewindebohrers verdrehsicher befestigt durch Anziehen der Innensechskantschrauben. Der Spannbereich ist für Gewindebohrer von M3-M12 geeignet in der Version ohne festen Morsekonus und von M3-M12 sowie M 12 – M24 bei der Version mit festem Morsekonus. Das Gewindeschneidfutter ist auch als Bohrfutter einsetzbar. Der zylindrische Schaft des Spiralbohrers kann in der vorderen Zentrierung fixiert werden.

Haltewerkzeuge: Windeisen und Schneideisenhalter

06. Juli 2010

Windeisen,verstellbar

Verstellbare Windeisen und Schneideisenhalter werden unter dem Oberbegriff Haltewerkzeuge zusammengefasst. Mit Windeisen werden Handgewindebohrer aufgenommen. Der Vierkant des Gewindebohrers wird  zwischen die  verstellbaren Spannbacken festgeschraubt. Auf Grund der Verstellbarkeit der Spannbacken können Gewindebohrer mit unterschiedlichen Vierkantgrößen fixiert  werden. Die Spannbacken werden durch Drehen eines Arms des Windeisens bewegt. Durch die Länge der Arme des Windeisens wird eine Hebelwirkung erzeugt, die das Schneiden mit der Hand erleichtert. Schraubenausdreher oder Handreibahlen  können ebenfalls mit Windeisen betätigt werden. Auf Grund der Konstruktion des Windeisens wird der lotgerechte Ansatz des Gewindebohrers erleichtert. Die Konstruktionselemente  der verstellbaren Windeisen sind bereits seit über 100 Jahren bekannt und sind  seither nahezu  unverändert geblieben. Die Werkstoffe allerdings haben sich verändert. Heute werden die Körper überwiegend aus Zinkdruckguss gefertigt anstatt aus Grauguss.

Schneideisenhalter

Schneideisenhalter

Schneideisenhalter zur Aufnahme von  runden Schneideisen waren zu Beginn des letzten Jahrhunderts dagegen unbekannt. Außengewinde wurden mit schrägen oder geraden Schneidkluppen geschnitten, die später „ aus der Mode kamen“ und durch runde Schneideisen ersetzt wurden. Runde Schneideisen werden in den Schneideisenhalter eingelegt und mit den fünf Halteschrauben fixiert. Der Körper besteht heute in der Regel aus Zinkdruckguss.

Mutter-Gewindebohrer

21. Juni 2010

Sie werden eingesetzt zur Herstellung von Muttern mit metrischen Iso-Regelgewinden nach DIN 13-1. Muttergewindebohrer haben einen sehr langen Anschnitt ( 2/3 der Gewindelänge) und sind für Gewindetiefen bis1,5 x Nenndurchmesser in kurzen Durchgangslöchern geeignet. Der Zweck der Mutterbohrer mit 2/3 Anschnitt ist die Langlebigkeit (hohe Standzeit) wegen guter Schnittaufteilung. Die Oberfläche des geschnittenen Gewindes ist auch sehr glatt, was bei Muttern, die häufig gelöst werden müssen, sehr wichtig ist. Die Baumaße sind geregelt in der DIN Norm 357 ( für metrisches Iso-Gewinde von M3  bis M 68 ) .

Vollhartmetall Gewindebohrer

18. Juni 2010

VHM Gewindebohrer werden eingesetzt,  wenn harte Werkstoffe (bis HRC 63) bearbeitet werden, da die Werkzeuge aus Vollhartmetall eine sehr hohe Härte und Verschleißfestigkeit aufweisen, was zu einer hohen Standzeit selbst in schwierigsten Arbeitsumgebungen führt.

Vollhartmetall ist ein Verbundwerkstoff. Er besteht aus gesinterten, ultrafeinen Carbidhartmetallen. In der Regel werden Wolframkarbide als metallischer Hartstoff und Kobalt als Binder eingesetzt. Konrgröße der metallischen Hartstoffe und die Art des Bindes bestimmen die Eigenschaften des Werkstoffs.  Für  Gewindebohrer wird der Typ  K 44 UF verwendet. K steht für die Zuordnung zur Werkstoffgruppe, UF steht für Korngröße (ultrafein) und 40 ist eine Kennziffer für den Verschleißwiderstand des Werkstofftyps, der folgende  physikalischen Eigenschaften aufweist:

Dichte [g/cm³]                                                          14,05 ± 0,15

Härte HRA                                                                 92,5

Härte HV 30                                                             1680

Biegebruchfestigkeit [N/mm²]                                >4000

Korngröße [μ]:                                                          Ultrafein ~0,4 – 0,6

Optische Gewindebestimmung

17. Juni 2010

Beim diesjährigen Wettbewerb “Jugend forscht” haben zwei Auszubildene der Fa. Bosch eine Gerät zur Gewindebestimmung von Schrauben entwickelt: Sie schreiben dazu auf Ihrer Website:

“Durch OGES gehört das mühsame Gewindebestimmen der Vergangenheit an. OGES ist eine Vorrichtung, mit der es kinderleicht ist Schrauben zu bestimmen. Dazu legt man diese einfach in OGES hinein, schließt den Deckel und drückt die Starttaste. An einem über USB angeschlossenen Computer wird dann das Ergebnis angezeigt.”

www.oges.de

Kombi-Maschinengewindebohrer

31. Mai 2010

Der Gewindebohrer für metrisches ISO-Regelgewinde von M3 – M12 ist geeignet  zum Bohren und Gewindeschneiden von kurzen Durchgangslöchern ( max. 2 x d ) für den Maschinengebrauch mit Links- und Rechtslauf und wechselbaren Drehzahlen. Die Bauart entspricht der GSR Werksnorm. Der Kombibohrer bohrt zunächst das Kernloch und schneidet anschließend das Gewinde in einer Aufspannung. Der Kombi-Maschinengewindebohrer ist nur für Durchgangslöcher zweckmäßig.

Umdrehungszahl der Werkzeugspindel U/min bei vorgegebener Schnittgeschwindigkeit

22. April 2010

Die Tabelle basiert auf der Formel v = d x Pi x n /1000, wobei d in mm eingegeben werden muss.
Wenn man die Formel umstellt, ergibt sich n = v x 1000/dxPi. Die Schnittgeschwindigkeit v soll sein 25 m/min. (siehe Tabelle Schnittgeschwindigkeit)
Der Durchmesser deses Werkzeuges M 6 ist 6 mm. Daraus ergibt sich 25 x 1000 = 25000 ; 6 x 3,1415 = 18,84 ; 25000 / 18,84 = 1326,96 .
Das sind dann die notwenigen Umdrehungen der Maschine bei der Schnittgeschwindigkeit von 25 m/min

Die Tabellen können Sie hier downloaden.

Quelle: www.lubero.de

Kernlochmaße

22. April 2010

Die Kernlochdurchmesser für die metrischen Gewindearten und für die Zollgewindearten (BSW,BSF,BSP,UNF,UNC) haben wir in Tabellenform zusammengefaßt.

Sie finden die Tabellen hier.

Handgewindebohrer – Das Video

12. März 2010

Schneideisen, Kombischneideisen und Sechskantschneidmutter

05. März 2010

Schneideisen EN 22568 ( alt = DIN 223 )

Zur Herstellung von Außengewinden nach ISO-Normen für metrische Regelgewinde von M1 – M 68 und für metrisches Feingewinde M1 – M56 werden runde Schneideisen in vorgeschlitzter Ausführung ( Form B ) eingesetzt. Bei den Außendurchmessern d=16 mm und d= 20 mm haben die Schneideisen drei Spanlöcher,  bei größeren Ausführungen vier oder mehr Spanlöcher.  Die Schneideisen können beidseitig eingesetzt werden, weil die Anschnitte an beiden Seiten angebracht sind.

Kombi-Schneideisen nach Werksnorm ähnlich EN 22568

Schneideisen mit einem gleichen Außendurchmesser von d = 25 mm für die Größen M3 M4 M5 M6 M8 M10 M12  werden Kombi-Schneideisen genannt. Sie weichen von der  DIN Norm im Außendurchmesser ab. So benötigt der Anwender nur einen Schneideisenhalter in der Größe 25 x 9 mm für die Größen M3-M12. (siehe auch: Gewindeschneidwerkzeugsätze in Kombi-Ausführung)

Sechskantschneidmuttern DIN 382

Sechskantschneidmuttern werden für Montagearbeiten und zum Nachschneiden von Gewinden im Werkstoffbereich mit niedriger und mittlerer Zugfestigkeit eingesetzt. Die genormten Schlüsselmaße des Sechskants ermöglichen den Einsatz von Ring– oder Gabelschlüsseln als Betätigungswerkzeuge. Die Sechskantaußenflächen sind abriebfest  und korrosionsgeschützt brüniert.

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